PS-S-21177
Autismus, ADHS und weitere neurodivergente Formen verstehen, begleiten und professionell unterstützen
Dieses praxisorientierte Seminar richtet sich an Therapeuten, Berater, Coaches, pädagogische Fachkräfte und andere Berufsgruppen, die Menschen mit neurodivergenten Besonderheiten kompetent begleiten möchten. Im Mittelpunkt stehen Autismus und ADHS sowie weitere neurodivergente Formen wie Dyslexie, Dyspraxie, Dyskalkulie, Hochbegabung, Hochsensibilität, Tourette-Syndrom, auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsbesonderheiten, Alexithymie und verwandte Themenbereiche.
Die Teilnehmer erwerben ein fundiertes Verständnis neurobiologischer, psychologischer und entwicklungsbezogener Zusammenhänge und lernen, wie sich neurodivergente Wahrnehmungs-, Denk- und Regulationsweisen im Alltag, in Beziehungen sowie in therapeutischen und beratenden Prozessen zeigen können. Besonderes Augenmerk liegt auf der praxisnahen Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Entwicklung individueller Unterstützungsstrategien.
Das Seminar verbindet aktuelle Forschung mit zahlreichen Fallbeispielen, Übungen und direkt anwendbaren Methoden für die therapeutische und beratende Praxis. Umfangreiche Seminarunterlagen unterstützen die nachhaltige Umsetzung der Inhalte im beruflichen Alltag.
Ziele des Seminars
Ziel des Seminars ist es, neurodivergente Klienten differenziert zu verstehen und professionell begleiten zu können. Die Teilnehmer erwerben fundiertes Wissen über neurobiologische Grundlagen, diagnostische Zusammenhänge, typische Funktionsprofile sowie häufige Herausforderungen und Ressourcen neurodivergenter Menschen über die gesamte Lebensspanne hinweg.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines sicheren Verständnisses für Neurodivergenz. Die Teilnehmer lernen, neurodivergente Besonderheiten von psychischen Erkrankungen und Begleiterkrankungen abzugrenzen, individuelle Unterstützungsbedarfe zu erkennen und Interventionen an die jeweilige Person anzupassen. Themen wie Masking, emotionale Dysregulation, sensorische Besonderheiten, Exekutivfunktionsstörungen, soziale Kommunikation, Spät- und Fehldiagnosen sowie die Gestaltung tragfähiger Beziehungen in Therapie und Beratung werden ausführlich behandelt.
Lerninhalte im Überblick
- Neurobiologische Grundlagen von Autismus, ADHS und weiteren neurodivergenten Formen
- Entwicklung neurodivergenter Funktionsprofile von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter
- Diagnostische Grundlagen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
- Differenzialdiagnostik und Begleiterkrankungen
- Masking, Kompensation und Spätdiagnosen
- Sensorische Besonderheiten und Reizverarbeitung
- Exekutivfunktionen, Aufmerksamkeit und Selbstregulation
- Emotionale Dysregulation, Stress und Überforderung verstehen
- Kommunikation und Beziehungsgestaltung in Therapie und Beratung
- Gestaltung neurodivergenzsensibler Beratungs- und Therapiesettings
- Unterstützung bei Alltagsorganisation, Selbstmanagement und Lebensführung
- Förderung sozialer Kompetenzen und sozialer Teilhabe
- Umgang mit Krisen, Erschöpfung und psychischen Begleiterkrankungen
- Autismus und ADHS im Erwachsenenalter
- Neurodivergenz bei Frauen und hoch kompensierenden Personen
- Praktische Methoden, Übungen und Interventionen für Therapie und Beratung
- Fallanalysen aus der diagnostischen und therapeutischen Praxis
- Aktuelle Forschung zu Autismus, ADHS und Neurodivergenz
Praktische Fallbeispiele und Übungen (Bonusmaterial: Arbeitsblätter für die Praxis)
Abschlussarbeit (freiwillig): Erstellung einer Therapie-/Beratungsstunde mit einem neurodivergenten Klienten (fiktiver Fall)
Nach Abschluss der Weiterbildung können Sie neurodivergente Klient:innen differenzierter einschätzen, Beratungs- und Therapieprozesse neurodivergenzsensibel gestalten und wissenschaftlich fundierte Methoden sicher in Ihre berufliche Praxis integrieren. Sie gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Autismus, ADHS und weiteren Formen der Neurodivergenz und lernen, individuelle Ressourcen und Unterstützungsbedarfe gezielt zu erkennen und in die Begleitung einzubeziehen.
Teilnahme-Voraussetzung:
offen für alle Interessierten